Dialog

Jesper Juul begann einen Paradigmenwechsel für das Eltern-Kind-Verhältnis, der eine neue Sichtweise ermöglicht. Diese erfordert eine prinzipiell dialogische Haltung dem Kind gegenüber und die Bereitschaft, Erziehung als offenes, zukunftsweisendes Experiment wahrzunehmen, von dem beide Seiten in ihrer weiteren Entwicklung profitieren können.
Im Vertrauen auf die Kompetenz des Kindes wird Erziehung zu einem wechselseitigen Austausch von Beziehungspartnern, die sich nur in Hinsicht auf Erfahrung und Verantwortlichkeit unterscheiden. Der Schwerpunkt dieses Ansatzes liegt auf der Qualität der Beziehung und nicht auf zu vermittelnden Inhalten oder methodischer Strenge:

„Wenn ich Kinder als kompetent bezeichne, dann meine ich damit, dass wir wichtige Dinge von ihnen lernen können. Dass sie uns durch ihre Reaktionen ermöglichen, unsere verlorene Kompetenz wieder zu gewinnen und unsere unfruchtbaren, lieblosen und destruktiven Handlungsmuster loszuwerden […] Wir müssen zu einer Form des Dialogs finden, den viele Erwachsene auch untereinander nicht beherrschen […]“

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